1960-1964

1960

Im Jahr des zehnjährigen Bestehens des Betriebssport-Verbandes bahnen sich richtungweisende Änderungen an. Arthur Lechtenböhmer betritt als neuer Vorsitzender die Bühne des Stadtverbandes, neue Ideen und Vorstellungen über den Betriebssport werden geboren, die sich in den folgenden Jahren kontinuierlich verwirklichen lassen.

Die Tätigkeit der Spruchkammer wird von den Aufgaben des Vorstandes getrennt und zu einem unabhängigen Organ des Verbandes. Mitte des Jahres wird eine Geschäftsordnung verabschiedet. Neu und vielbeachtet ist die Gründung der Sozialeinrichtung: Aus diesem Fonds werden bei Sportunfällen Zuschüsse gezahlt. Ebenfalls neu und heißbegehrt: Der Fußball-Fairness-Pokal, den sich als erste die BSG Versorgungsamt sichert.

Die Handballer spielen nun nicht mehr allein auf dem Feld, sondern auch in der Halle um Meisterwürden: Erster Titelträger wird 1960 die BSG LVA Westfalen. In diesem Jahr wird in Dortmund auch der BSV Westfalen gegründet.

1961

In diesem Jahr beginnt für den Betriebssport der große Durchbruch. Arthur Lechtenböhmer beruft Heinz Langhammer in die Sportleitung: Beide haben an der Aufwärtsentwicklung entscheidenden Anteil. Die Zahlen dieses Jahres sprechen eine deutliche Sprache: Nun sind die 728 Mitglieder in 37 Betriebssportgemeinschaften organisiert.

1962

Im Oktober treffen sich Betriebssportler aus Berlin und Münster zur ersten Städtebegegnung.

Für die Obleute der Betriebssportgemeinschaften wird erstmals für die ehrenamtliche Arbeit ein Dankeschönfest ausgerichtet: Mit ihren Partnerinnen werden die Obleute nach Havixbeck zu einem gemütlichen Treffen eingeladen – ein voller Erfolg.

Die Verbandssatzung wird erneut den Gegebenheiten angepaßt und die Geschäftsordnung neu geregelt. Ebenso wird eine eigenen Fußballspielordnung verabschiedet

Heinz Langhammer wird offiziell zum Vorsitzer der Sportleitung gewählt. Seine Devise „Fußball ist nicht die allein seligmachende Sportart im Betriebssport“ öffnet verstärkt anderen Sportarten den Weg zum Betriebssport-Verband.

Sportamtsleiter Heinz Fallak schreibt in seiner Broschüre Leibesübungen in Münster: „In jüngster Zeit haben sich in Münster auch Betriebssportvereine gebildet. Auf der Ebene des Betriebes, der Arbeitsgemeinschaft finden sich Sportbeigeisterte zusammen, um im Fußball, Handball und Tischtennis den Ausgleich zur Berufsarbeit zu finden.“

Diese Fußball-Stadtauswahl besiegte 1962 eine Dortmunder Auswahlmannschaft

1963

Eine Rechts- und Verfahrensordnung wird verabschiedet, um der Spruchkammer ein Werkzeug in die Hand zu geben, damit Recht auch im Betriebssport nach festen Grundsätzen gesprochen werden kann. Ebenso wird eine Ehrenordnung eingeführt und eine Verleihungsordnung der Fairness-Wanderpreise für Fußball und Handball geschaffen. Zum ersten Mal werden Ehrennadeln in Gold und Silber vergeben.

Vorher gibt der OB einen Empfang im Friedenssal

Für den 1. Vorsitzenden des Verbandes werden auf Landesebene Gold und auf Bundesebene Silber verliehen.

Trotz Bestehens einer separaten Tischtennis-Interessengemeinschaft in Münster wird auch der Tischtennissport ins BSV-Programm aufgenommen. Die kontinuierliche Aufbauarbeit des Vorsitzers der Sportleitung nimmt damit ihren Anfang. Das Wagnis „Tischtennis“ gelingt trotz starker Konkurrenz.

Die ersten Bande zu einer Dauerfreundschaft mit den Berliner Sportkameraden werden geknüpft, Man feiert gemeinsam das 13. Stiftungsfest des Verbandes im Schützenhof.

Auf Westfalenebene fällt der Startschuß zu den ersten Fußball-Westfalen-Pokalspielen. Der Pokal wandert nach Münster: Die BSG Provinzial-Lebensversicherungsanstalt gewinnt das Endspiel gegen die BSG Dortmunder Actienbrauerei mit 3:2.

1. Gewinn der BSVW-Meisterschaft im Fußball in Hagen 1963

1964

Erstmalig haben Münsters Betriebssportler hohen Besuch in ihrer Stadt: Der Bund Deutscher Betriebssport tagt hier.

Der Fußball rollt nicht mehr in den Sommermonaten: Im Winterhalbjahr 1963/64 wird erstmalig die Fußball-Pokal-Winterrunde durchgeführt. Gewinner ist die BSG Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Im Tischtennis wir die BSG Stadtsparkasse Münster Tischtennis-Mannschafts-Stadtmeister.

Erstmalig begibt sich der Verband auf Reisen und atmet Berliner Luft.